Ich reis(s)e aus

…und bin draußen


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Pläne für 2021 und weiter…

Was habe ich das doch vermisst….heute ist mir wieder einmal klar geworden, woher auch mein Blogname kommt: Ich musste wieder einmal raus, in den Wald, denn ich hatte akute Entzugserscheinungen. Also bin ich heute bei einigermaßen guten Winterwetter wieder in den Sachsenwald gefahren, einfach, um raus zu kommen.

Endlich wieder im Wald

Ansonsten hat mein Outdoodrang über etliche Monate mehr indoor stattgefunden: Ich bin dabei, wieder einmal zu planen. Wenn es die Entwicklung – hoffentlich eine Rück-Entwicklung – der Pandemie zulässt, möchte ich dieses Jahr mal im Odenwald wandern, den ich noch gar nicht kenne. Als Fernwanderwege kommen der Nibelungensteig, der Alemannenweg und der Burgensteig Bergstraße in Frage. Ich habe mich für den Burgensteig entschieden, und möchte ihn im Sommer gehen, vielleicht sogar mit der einen oder anderen Übernachtung draußen. Das Schöne an dem Weg ist, dass er so viele Möglichkeiten bietet: Auf dem Weg oben auf dem Höhenzug viel Natur, in der Rheinebene viele Dörfer und Städtchen mit viel Auswahl zum Übernachten, und außerdem eine Bahnlinie zur Abkürzung, zum Überspringen oder auch, um ein Standquartier zu haben und mit weniger Gepäck zu wandern. Das Schöne ist außerdem, dass parallel zum Burgensteig ein zweiter Weg weiter unten entlang führt – der Blütenweg, ebenfalls ein Weitwanderweg -, so dass ich bei Schlechtwetter oder zu langer Etappe abkürzen kann. Ich bin gespannt!

Fast noch wichtiger ist aber eine langfristiger angelegte Idee: Ich möchte noch einmal eine richtig lange Wanderung durch Deutschland unternehmen, ähnlich wie 2013, nur noch länger. Das „länger“ bezieht sich sowohl auf die Zeit des Unterwegsseins, als auch auf die Kilometer, Mittlerweile bin ich 60, und der Ruhestand ist nur noch einige Jahre entfernt. Frühestens kann ich mit 63 Jahren  in Ruhestand gehen, dann aber mit sehr vielen Abschlägen. Andererseits bin ich aber auch sehr sicher, dass ich meinen äußerst beanspruchenden Job nicht noch bis zur regulären Altersgrenze mit knapp 67 Jahren betreiben will. Es wird also irgendein Zeitpunkt dazwischen werden, und dann möchte ich frisch im Ruhestand los, solange ich dafür fit genug bin. Die Strecke habe ich mir schon komplett zusammengeklickt, und komme dabei auf auf etwa 2.100 km. Dies wäre natürlich nicht der direkte Weg wieder von Schleswig-Holstein bis zum Bodensee, sondern mit vielen Schleifen  und Kurven. Besondere Schleifen und Kurven werde ich dabei machen, weil ich – anders als 2013 – den Harz und das Mittelrheintal einbeziehen möchte. Da ich als ältere und genussorientierte Dame andere, viel kürzere Strecken gehen werde als jüngere Männer, habe ich als Zeitbedarf ziemlich genau ein halbes Jahr als Zeitbedarf hochgerechnet. In diesem Zeitraum werde ich hauptsächlich in Pensionen und Hotels übernachten, aber im Schnitt möchte ich etwa 1 X pro Woche draußen übernachten – auch dies anders als 2013. Es ist eine große Unternehmung, sie soll Spaß machen und permanente Einschränkung würde dagegen sprechen. Dazu werde ich demnächst noch mehr berichten.

 


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Im Spessart 2020 (Teil 2)

Am nächsten Tag sieht das Wetter wesentlich besser aus und ich verlasse den Ort durch den hübschen Jossgrund, ein flaches, längliches Tal mit dem kleinen Bächlein Jossa.

Danach geht es einen langen uninteressanten Hatsch etwa 2km hoch auf einer breiten Forstpiste  die teilweise schnurgerade verläuft und mit dem ungeliebten feinen Schotter bedeckt ist. Oben auf dem Hügel angekommen mache ich ein längliches Päuschen, es ist mild, die Aussicht nett, und mein Weg heute nicht sehr lang. Hier oben verläuft auch der Eselsweg, der offenbar eine lange Geschichte als alter Handelsweg hat. Weiterlesen

Inschrift auf einer Hauswand


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Im Spessart 2020 (Teil 1)

Die neue, sich global auswirkende Pandemie Corona hatte und hat uns alle leider fest im Griff und bedeutet eine Reihe von Einschränkungen für viele von uns. Ich kann wirklich von Glück sagen, dass die Folgen für mich persönlich praktisch zu vernachlässigen sind, während andere schwere Krankheitsverläufe durchmachen müssen, in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht oder ruiniert sind und vielleicht sogar Todesfälle in der Familie oder unter Freunden zu bewältigen haben.  Für mich bedeutet Corona nur:  Arbeit überwiegend im homeoffice und höchstens Einschränkungen bei Reise- und Urlaubsplänen. Die eigentlich geplante Tour an Mosel und in der Eifel im Frühjahr muss somit entfallen, ich werde sie aber irgendwann sicher nachholen. Nach den Lockerungsmaßnahmen, die dem flächendeckenden lock-down folgen, beschließe ich, zum Ende des Sommers mehrere Tage durch den Spessart zu wandern., den ich bisher noch gar nicht kenne. Diese Idee hat ein Artikel im Trekking-Magazin in der Juni-Ausgabe ausgelöst, der den ganz frisch markierten und zertifizierten Spessartweg 3 kurz vorgestellt hatte.

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