Ich reis(s)e aus

…und bin draußen

18. und 19.07.19

Am Mittwoch, 18.07.18 ist das Wetter immer noch hochsommerlich, und es sind auch keine Gewitter erkennbar. Ich wandere vom Hotel aus direkt los in die Weinhänge – die auch schon am Vormittag sehr warm sind – zum Nachbarort Weyher, ebenfalls ein hübsches Winzerdorf.

Blick zurück nach Burrweiler

Am Wegrand stehen überall Obstbäume, aber dafür bin ich nicht in der richtigen Zeit hier, denn die Kirschenzeit ist vorüber, und Äpfel, Mirabellen und Pflaumen sind natürlich noch längst nicht reif.

Es gibt aber schon die ersten Brombeeren

Nach Weyher führt mich der Weg – im Wesentlichen immer noch oder wieder einmal der Pfälzer Weinsteig – bis zum Etappenziel St. Martin in den schön schattigen Wald.

Nicht allzu weit hinter Weyher kehre ich ein und wundere mich, dass es hier an einem Mittwoch am späten Mittag so viele Gäste gibt. Ich sehe nach: Nein, ein Feiertag in Rheinland-Pfalz kann das auch nicht begründen. Als ich weitergehe, wird es mir klar, denn auf der anderen Seite des Gebäudes befindet sich eine Sesselliftstation zur Ruine Rietburg. Außerdem sehe ich später auf der Karte, dass Schloss Ludwigshöhe nicht weit ist. Ich gehe weiter zum Friedensdenkmal auf dem Werderberg, die nächste Sehenswürdigkeit. Das Denkmal erinnert an die Reichsgründung 1871.

Man beachte das Hamburger Wappen unten rechts in der Ecke

Auch hier sind zahlreiche Touristen, aber bald verläuft sich das. Im Wald suche ich mir noch ein hübsches Plätzchen unter Kiefern für eine Hängemattenpause, dann geht es weiter. Leider war ich nicht sparsam mit dem Handyakku, so dass ich keine Fotos mehr machen kann. Schade, denn es gibt noch weitere 4 kleine Attraktionen auf dem Weg nach St. Martin: St. Ottilia ist ein kirchlicher Platz mitten im Wald, es folgt der Dichterhain mit in den Felsen gemeißelten Portraits von 3 Dichtern, „die sich um St. Martin verdient gemacht haben“, die hübsche Tina-Will-Blick-Hütte als besonders schöner Pausenplatz und schließlich 2 Teiche mit Springbrunnen (Bellachini-Brunnen) – alles noch mitten im Wald.

Dann erreiche ich den Ort und muss zu meinem Hotel noch eine ganze Weile bergan gehen. Aber dafür ist die Sicht von dort oben wirlich bemerkenswert.

Zum Donnerstag, 19.07.18 ist wandermäßig nicht viel zu sagen. Ich schlendere etwas durch den Ort, gehe zum Friseur, buche ein Hotel für den Folgetag, kaufe eine Fahrkarte, plane die kommenden Tage und genieße im Übrigen die unglaubliche Mittelmeerwärme bei blau-weißem Himmel.