Ich reis(s)e aus

…und bin draußen

Kleine Touren um Hamburg

Im letzten Jahr habe ich den Sachsenwald als von Hamburg aus recht gut erreichbares Wanderziel (wieder-)entdeckt und war dort diverse Male allein, mit Kai und einmal auch mit Anja unterwegs.

Die nordwestliche Ecke bei Sachsenwaldau hat sich dabei als schöner Start- und Endpunkt erwiesen, zumal dort eine Einrichtung für Suchtkranke ein sehr günstiges Café betreibt. Dort nach der Wanderung einzukehren und sich ein ebenso leckeres wie günstiges Stück Kuchen einzuverleiben, gehört unbedingt dazu und hat praktisch schon rituellen Charakter.

Der E1, zugleich der Billewanderweg, führt hier am westlichen Rand des Waldes, oft in Sichtweite des Flüsschens entlang. Der Sachsenwald ist von vielen Wegen jeder Kategorie durchzogen, von der kleinen, unbefestigten Straße bis hin zu kaum und streckenweise gar nicht erkennbaren Pfaden. Es lohnt sich, einen Wandernavi dabei zu haben, so kann man den größeren und zumindest am Wochenende sehr bevölkerten Wegen wunderbar ausweichen und sehr oft auch einfach weglos durch den Wald gehen. Trotzdem sind mir bisher keine nennenswerten Tierbeobachtungen gelungen, auch wenn im Sachsenwald rund 1.500 (!) Wildschweine leben, sogar Rothirsche (wenn auch nur 80-100) und ebenfalls deutlich weniger Rehe (rund 300).

Hier ein paar Eindrücke:

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In letzter Zeit nehme ich manchmal einfach einen Stock zum Wandern, den ich im Wald finde; er ist manchmal in rutschigen Abschnitten ganz nützlich. Und da Kai und ich nun auch ordentliche Outdoormesser haben, können wir  solche Stöcke auch schön entasten und entrinden, so dass sie sich gut und griffig anfühlen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich meinte, das für mich richtige Messer gefunden zu haben: Feststehend, mit durchgehendem Erl (full-tang), etwa 20 cm Gesamtlänge, Klinge <= 12cm, nicht zu martialisch, sondern eher unauffällig-schön, einfach zu schärfen, ordentliche, belastbare Klingenstärke, vorzugsweise mit einer Scheide aus Kydex. Und ich habe es auch gefunden: Overlander 2 von TOPS knives. Ich habe dafür sogar mit Hilfe verschiedener You-tube-Anleitungsfilmen ein Lanyard geknüpft. Es liegt mir super in der Hand, und erfüllt alle Anforderungen.

Sogar das Batoning – also das Spalten von Holzscheiten, bei dem man das Messer  vorsichtig und dosiert durch größere Holzscheite schlägt – ist mir zu meiner großen Überraschung gelungen (dies ist aber etwas, was ich dem Messer nicht zu oft zumuten möchte). Auch kleine Schnitzereien auf dem Niveau von Werkunterricht in der 3. Klasse gelingen mit den Messern ganz gut und machen richtig Spaß …: