Ich reis(s)e aus

…und bin draußen

22.04.14 Phaselis


Am Vormittag suche ich einen Dolmuş und löse wie immer bei solchen Gelegenheiten mit einem 50-Lira-Schein  (ca. 17,30€) erst einmal Wechselgeldprobleme aus (diese werden aber wie immer irgendwie gelöst). Der Dolmuş hält auch wie bei der Fahrt nach Çıralı nicht direkt am Ziel, sondern oben an der Küstenstraße. Dieses Mal nehme ich den direkteren Weg, und nicht das Zubringersträßchen – und siehe da: es ist der lykische Weg, auf dem ich nun endlich mal gehe. Es geht durch lichten Wald, der gar nicht so fremd wirkt.

Lichter Kiefernwald auf dem Weg von der Straße hinunter zur Küste

Lichter Kiefernwald auf dem Weg von der Straße hinunter zur Küste

Da es sich in Olympos als ganz gut erwiesen hatte, die Trekkingstiefel zu tragen, habe ich sie auch heute an – und tatsächlich: als ich den Wald nach ca. 2 km verlasse, komme ich an einer schönen Bucht heraus, an deren Ende es über recht unwegsame Felsen in die nächste Bucht geht. Wieder bin ich froh, nicht die Crocs überfordern zu müssen.

auf dem - hier etwas steinigen - Weg nach Phaselis

auf dem – hier etwas steinigen – Weg nach Phaselis

Das südliche Ende von Phaselis liegt am Ende dieser zweiten Bucht, zunächst wirkt es fast etwas versteckt. Es ist auch nicht der Haupteingang, wie ich später sehe, und das kleine Kassenhäuschen ist nicht besetzt. Also komme ich gratis in die antike Stadt hinein, und sehe mich dort etwa 2 Stunden lang um. Phaselis hatte 3 Häfen, heute sind es hübsche Badebuchten. Der Ort ist – zumindest heute – flächenmäßig etwas kleiner als Olympos, aber auch hier gibt es eine Menge zu sehen. Eine Weile sitze ich im antiken Theater, aber außer mir gibt es noch etliche weitere Besucher; so recht gelingt es mir nicht, mir mit etwas Phantasie die Vergangenheit  genauer vorzustellen: Was wurde hier gespielt? Gab es auch grausame Veranstaltungen alà Brot und Spiele? Immerhin hatte die Stadt während der Römerzeit eine zweite Blüte, aus der auch die meisten der Ruinen stammen.

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Am späten Mittag suche ich mir ein Taxi – von hier unten scheint kein Dolmuş zu fahren – und lasse mich zurück in’s Hotel bringen. Der ursprünglich geplante Spaziergang direkt am Strand entlang funktioniert leider nicht. Mit dem kurzen Wegstück am Anfang auf dem lykischen Weg und der Besichtigung der Stadt ist dies ein interessanter und unanstrengender Tag gewesen.

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